CODA - was bedeutet das?

CODA ist eine Abkürzung und steht für Children of Deaf Adults = Kinder von gehörlosen Erwachsenen. Das sind also Kinder, deren Eltern gehörlos sind oder die zumindest einen gehörlosen Elternteil haben. Etwa 90 % der gehörlosen Eltern bekommen hörende Kinder. Demnach sind ca. 10 % der Kinder gehörloser Eltern ebenfalls gehörlos und werden "Deaf CODA" genannt.

Hörende Kinder von gehörlosen Eltern wachsen in zwei unterschiedlichen Kulturen und mit zwei unterschiedlichen Sprachen auf. In ihren Familien und den Gehörlosengemeinschaften wird Gebärdensprache verwendet. Diese bringt eigene soziale und kulturelle Normen mit sich, die sich von der hörenden Welt stark unterscheiden. Hörende Kinder haben aufgrund ihres direkten Umfeldes (durch Verwandte, Bekannte, Kindertagesstätte, Nachbarn und verschiedene Medien) auch Kontakt und Zugang zur Lautsprache. Durch die Sozialisation innerhalb von zwei Sprachen und Kulturen haben CODAs die Möglichkeit, sich zwei Kulturkreisen zugehörig zu fühlen.

 

Text und Video mit freundlicher Genehmigung von Gerti Schaupp-Böhm vom Kinderschutz München


Weitere Infos auf unserer Seite
Warum ich zu jedem CODA Wochenende gehe (Magdalena Grzyb)

Marion Kovacs (gehörlos, drei hörende Kinder)

Weitere Informationen in Internet
Marion Kovacs (gehörlös, 3 hörende Kinder): Das Zusammenleben von gehörlosen Eltern und hörenden Kindern

Barrierefrei aufgerollt mit Isabella Rausch

Isabella Rausch arbeitet als freiberufliche Dolmetscherin für Österreichische Gebärdensprache und ist Kind gehörloser Eltern (CODA).

Barrierefrei aufgerollt Radiosendung (für hörende Webseitenbenutzer) Text kann eingeblendet werden

Gebärdensprachen – Sprachkultur und Inklusion


 

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